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Perfekt Latein – Konjugation

Die Zeit der abgeschlossenen Handlung — mit eigenem Stamm.

Das Perfekt bezeichnet eine abgeschlossene Handlung der Vergangenheit („ich habe getan / ich tat“). Es wird vom Perfektstamm gebildet (3. Stammform, z. B. rēx-ī, amāv-ī, monu-ī) mit den festen Endungen -ī, -istī, -it, -imus, -istis, -ērunt — gleich für alle Konjugationen.

Perfekt Aktiv
vocāremittereesse
ichvocāvīmīsīfuī
duvocāvistīmīsistīfuistī
er/sie/esvocāvitmīsitfuit
wirvocāvimusmīsimusfuimus
ihrvocāvistismīsistisfuistis
sievocāvēruntmīsēruntfuērunt

Ein neuer Stamm

Das Perfekt baut nicht auf dem Präsensstamm auf, sondern auf dem Perfektstamm. Den bekommst du aus der dritten Stammform im Wörterbuch, indem du die Endung -ī streichst: vocāre, vocō, vocāvī → vocāv-. Wie dieser Stamm aussieht, ist nicht vorhersagbar — deshalb stehen die Stammformen im Wortverzeichnis, und deshalb lernt man sie mit.

Die eigenen Endungen

Das Perfekt Aktiv hat einen eigenen Satz Endungen, den es sonst nirgends gibt: -ī, -istī, -it, -imus, -istis, -ērunt. Wer sie erkennt, hat die Zeit erkannt, ganz gleich welches Verb.

Wofür es steht

Das Perfekt nennt, was geschehen und abgeschlossen ist: die Ereignisse einer Erzählung. Im Deutschen übersetzt du es meist mit dem Präteritum („er rief“), nicht mit dem Perfekt — das deutsche Perfekt klingt in einer Erzählung mündlich.

Beispiele

Kleine Übung

Sechs Fragen aus der Tabelle oben. Läuft hier im Browser — ohne Anmeldung, ohne Netz.

In CANIS lernst du das in Kapitel 26 der Via Latina.

Weiterüben mit CANIS

Diese Erklärung stammt aus der Lern-App CANIS. Dort übst du Perfekt Latein – Konjugation mit echten Aufgaben, bekommst bei jedem Fehler die passende Regel und wiederholst automatisch das, was noch wackelt — kostenlos.