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Konjunktiv Latein

Der Modus des Gedachten — Wunsch, Möglichkeit, Aufforderung.

Der Konjunktiv drückt nicht Tatsachen aus, sondern Wunsch, Aufforderung, Möglichkeit oder Absicht; in Nebensätzen steht er oft nach ut, nē, cum. Präsens: a-Konj. -e- (amem), sonst -a- (moneam, regam, audiam). Imperfekt: Infinitiv Präsens + Endung (amārem, regerem). Übersetzung je nach Kontext mit „möge, sollte, könnte, würde, dass“.

Konjunktiv Aktiv (3. Person Singular)
vocāremonēremittere
Konj. Präsensvocetmoneatmittat
Konj. Imperfektvocāretmonēretmitteret
Konj. Perfektvocāveritmonueritmīserit
Konj. Plusquamperf.vocāvissetmonuissetmīsisset

Die vier Kennzeichen

Konjunktiv Präsens: -e- in der a-Konjugation (vocet), -ā- in allen anderen (moneat, audiat, mittat). Konjunktiv Imperfekt: der Infinitiv plus Endung — vocāret, monēret, mitteret, ein besonders leicht erkennbares Muster. Konjunktiv Perfekt: Perfektstamm plus -eri- (vocāverit). Konjunktiv Plusquamperfekt: Perfektstamm plus -isse- (vocāvisset).

Im Hauptsatz

Dort trägt der Konjunktiv eine eigene Bedeutung: Aufforderung (Gaudeāmus! „Lasst uns fröhlich sein!“), Wunsch (Utinam veniat! „Wenn er doch käme!“), Möglichkeit (Dīcat aliquis: „Es könnte jemand sagen“) oder Verbot mit nē.

Im Nebensatz

Dort steht er oft, ohne dass er im Deutschen übersetzt würde: nach ut, nē, cum und in indirekten Fragen. Ut veniat heißt schlicht „damit er kommt“ — der Konjunktiv gehört zur Konjunktion, nicht zur Aussage.

Beispiele

Kleine Übung

Sechs Fragen aus der Tabelle oben. Läuft hier im Browser — ohne Anmeldung, ohne Netz.

In CANIS lernst du das in Kapitel 20 der Via Latina.

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