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Passiv Latein

Wenn das Subjekt nicht handelt, sondern erleidet.

Im Passiv erleidet das Subjekt die Handlung („wird ge…“). Im Präsensstamm-System treten die Passivendungen -or, -ris, -tur, -mur, -minī, -ntur an. Der Urheber steht im Ablativ mit ā/ab (bei Personen) oder im bloßen Ablativ (bei Sachen).

Präsens Passiv
vocāremonēremittere
ichvocormoneormittor
duvocārismonērismitteris
er/sie/esvocāturmonēturmittitur
wirvocāmurmonēmurmittimur
ihrvocāminīmonēminīmittiminī
sievocanturmonenturmittuntur

Eigene Personalendungen

Die Präsenszeiten bilden das Passiv mit einem eigenen Satz Endungen: -or, -ris, -tur, -mur, -minī, -ntur. Sie treten an denselben Stamm wie im Aktiv: vocor, vocāris, vocātur. Diese sechs Endungen decken Präsens, Imperfekt und Futur I ab.

Der Urheber

Wer die Handlung ausführt, steht im Ablativ: bei Personen mit ā/ab (ā magistrō laudātur, „er wird vom Lehrer gelobt“), bei Sachen ohne Präposition (gladiō vulnerātur, „er wird durch das Schwert verwundet“). Den Unterschied macht also belebt oder unbelebt.

Deponentien

Manche Verben haben nur Passivformen, bedeuten aber Aktives: hortārī („ermahnen“), sequī („folgen“), loquī („sprechen“). Sie heißen Deponentien, weil sie die aktive Bedeutung „abgelegt“ haben — im Wörterbuch stehen sie mit passivem Infinitiv.

Beispiele

Kleine Übung

Sechs Fragen aus der Tabelle oben. Läuft hier im Browser — ohne Anmeldung, ohne Netz.

In CANIS lernst du das in Kapitel 24 der Via Latina.

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