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a-Deklination und o-Deklination

Die beiden ersten Deklinationen — das Grundmuster aller Endungen.

Die ersten beiden Deklinationsklassen: Die a-Deklination (Genitiv -ae) umfasst meist feminine Wörter wie puella, rosa. Die o-Deklination (Genitiv -ī) umfasst Maskulina auf -us (servus) und Neutra auf -um (templum); einige Maskulina enden auf -er (puer, ager). Der Genitiv verrät die Klasse.

a- und o-Deklination
Fallpuella (f.)servus (m.)dōnum (n.)
Nom. Sg.puellaservusdōnum
Gen. Sg.puellaeservīdōnī
Dat. Sg.puellaeservōdōnō
Akk. Sg.puellamservumdōnum
Abl. Sg.puellāservōdōnō
Nom. Pl.puellaeservīdōna
Gen. Pl.puellārumservōrumdōnōrum
Dat. Pl.puellīsservīsdōnīs
Akk. Pl.puellāsservōsdōna
Abl. Pl.puellīsservīsdōnīs

Zwei Muster, drei Geschlechter

Die a-Deklination umfasst fast nur Feminina (puella, rosa, vīlla); die wenigen Maskulina sind Berufs- und Völkernamen wie nauta („Seemann“) oder agricola („Bauer“) — sie werden wie puella dekliniert, nehmen aber männliche Adjektive. Die o-Deklination hat Maskulina auf -us und Neutra auf -um.

Die Regel für alle Neutra

Nominativ und Akkusativ sind gleich, im Singular wie im Plural, und der Plural endet immer auf -a. Das gilt nicht nur hier, sondern in jeder Deklination — eine der wenigen Regeln ohne Ausnahme. dōnum kann also Subjekt oder Objekt sein; welches, sagt der Satzbau.

Der Sonderfall -er

Einige Maskulina der o-Deklination enden im Nominativ auf -er: puer, puerī („Junge“) behält das e, ager, agrī („Acker“) verliert es. Welches von beidem gilt, verrät der Genitiv im Wörterbuch — noch ein Grund, ihn immer mitzulernen.

Beispiele

Kleine Übung

Sechs Fragen aus der Tabelle oben. Läuft hier im Browser — ohne Anmeldung, ohne Netz.

In CANIS lernst du das in Kapitel 1 der Via Latina.

Weiterüben mit CANIS

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