Genitiv Latein
Der Fall der Zugehörigkeit — wessen?
Der Genitiv bezeichnet die Zugehörigkeit und steht oft als Attribut bei einem anderen Substantiv (Genitivattribut). Endungen: a-Dekl. -ae / -ārum; o-Dekl. -ī / -ōrum. Frage: Wessen?
| a-Dekl. | o-Dekl. | kons. Dekl. | |
|---|---|---|---|
| Singular | puellae | servī | mīlitis |
| Plural | puellārum | servōrum | mīlitum |
Wofür der Genitiv steht
Der Genitiv ordnet ein Wort einem anderen zu und hängt deshalb fast nie am Verb, sondern an einem Substantiv: fīlia dominī, „die Tochter des Herrn“. Er kann einen Besitz angeben, ein Ganzes benennen, von dem ein Teil genommen wird (pars mīlitum, „ein Teil der Soldaten“), oder eine Eigenschaft zuschreiben.
Warum er im Wörterbuch steht
Hinter jedem Substantiv steht im Wortverzeichnis der Genitiv Singular, und das hat einen praktischen Grund: Erst er verrät die Deklination. servus, servī ist o-Deklination; mīles, mīlitis ist konsonantisch. Am Nominativ allein wäre das oft nicht zu sehen. Der Genitiv Singular liefert dir außerdem den Wortstamm, an den alle übrigen Endungen treten — mīlit-.
Achtung
-ī ist in der o-Deklination Genitiv Singular, aber auch Nominativ Plural: servī heißt „des Sklaven“ oder „die Sklaven“. Und -ae der a-Deklination ist Genitiv Singular, Dativ Singular und Nominativ Plural zugleich. Hier hilft nur der Satz.
Beispiele
- liber puerīdas Buch des Jungen
- vōx populīdie Stimme des Volkes
- templa deōrumdie Tempel der Götter
- casa puellaedas Haus des Mädchens
Kleine Übung
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