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Nominativ Latein

Der Fall des Subjekts — wer oder was handelt?

Der Nominativ ist der Fall des Subjekts: Er nennt, wer oder was die Handlung ausführt, und steht auch beim Prädikatsnomen (mit „esse“). In der a-Deklination endet er auf -a, in der o-Deklination auf -us (m.) bzw. -um (n.); im Plural auf -ae bzw. -ī / -a. Frage: Wer oder was?

Nominativ
a-Dekl. (f.)o-Dekl. (m.)o-Dekl. (n.)
Singularpuellaservusdōnum
Pluralpuellaeservīdōna

Wofür der Nominativ steht

Der Nominativ nennt den Träger der Handlung: Wer tut etwas, wer ist etwas? Er ist der Fall, in dem ein Wort im Wörterbuch steht, und im Satz fast immer das Subjekt. Eine zweite Rolle hat er beim Prädikatsnomen: Nach den Formen von esse (sein) und fierī (werden) steht auch das, was dem Subjekt zugesprochen wird, im Nominativ — Mārcus discipulus est, „Marcus ist ein Schüler“.

Woran du ihn erkennst

Frage „Wer oder was?“ vor das Prädikat. Im Lateinischen musst du das Subjekt oft gar nicht ausschreiben: Die Personalendung des Verbs trägt es schon — cantat heißt für sich genommen „sie singt“. Steht trotzdem ein Nominativ da, ist er betont oder benennt die Person genauer.

Achtung

Die Endung -a ist in der a-Deklination Nominativ Singular, im Neutrum der o-Deklination aber Nominativ (und Akkusativ) Plural: dōna heißt „die Geschenke“ — ob Subjekt oder Objekt, entscheidet erst der Satz. Und -us ist nicht immer Nominativ: In der u-Deklination (Kap. 10) endet auch der Genitiv Singular so.

Beispiele

Kleine Übung

Sechs Fragen aus der Tabelle oben. Läuft hier im Browser — ohne Anmeldung, ohne Netz.

In CANIS lernst du das in Kapitel 1 der Via Latina.

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