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Ablativ Latein

Der Fall der Umstände — womit, wodurch, wann, wo?

Der Ablativ ist sehr vielseitig: Er bezeichnet u. a. das Mittel (womit?), die Begleitung (mit wem?), den Ort (wo?) und die Zeit (wann?) und steht nach Präpositionen wie cum, sine, ex, in (Ort). Endungen: a-Dekl. -ā / -īs; o-Dekl. -ō / -īs. Fragen: Womit? Wo? Wann?

Ablativ
a-Dekl.o-Dekl.kons. Dekl.
Singularpuellāservōmīlite
Pluralpuellīsservīsmīlitibus

Der vielseitigste Fall

Der Ablativ beantwortet nicht eine Frage, sondern viele. Er gibt an, womit etwas geschieht (gladiō pugnāre, „mit dem Schwert kämpfen“), wo (in vīllā), wann (prīmā lūce, „bei Tagesanbruch“), woher (ex urbe) und auf welche Weise (magnā cum cūrā). Im Deutschen gibt es diesen Fall nicht mehr — du übersetzt ihn mit einer Präposition, und welche es ist, sagt dir der Zusammenhang.

Wo und wohin

in mit Ablativ heißt „in … drinnen“, in mit Akkusativ heißt „in … hinein“. Derselbe Unterschied gilt für sub und super. Der Fall entscheidet also über Ruhe oder Bewegung — genau wie im Deutschen bei „im Haus“ und „ins Haus“.

Achtung

Das -ā der a-Deklination ist lang und damit Ablativ, das kurze -a ist Nominativ. Im Lehrbuch steht der Längsstrich, in einer römischen Inschrift stand er nicht. In der o-Deklination fällt der Ablativ Singular (-ō) mit dem Dativ zusammen.

Beispiele

Kleine Übung

Sechs Fragen aus der Tabelle oben. Läuft hier im Browser — ohne Anmeldung, ohne Netz.

In CANIS lernst du das in Kapitel 4 der Via Latina.

Weiterüben mit CANIS

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