Dativ Latein
Der Fall des Empfängers — wem?
Der Dativ ist der Fall des indirekten Objekts: Er nennt, wem etwas gegeben, gesagt oder getan wird. Viele Verben verlangen den Dativ (pārēre, crēdere, placēre …). Endungen: a-Dekl. -ae / -īs; o-Dekl. -ō / -īs. Frage: Wem?
| a-Dekl. | o-Dekl. | kons. Dekl. | |
|---|---|---|---|
| Singular | puellae | servō | mīlitī |
| Plural | puellīs | servīs | mīlitibus |
Wofür der Dativ steht
Der Dativ nennt den, dem etwas gegeben, gesagt oder angetan wird: das indirekte Objekt. Typisch sind Verben des Gebens und Sagens — dare, dīcere, mōnstrāre —, bei denen ein Akkusativ (was?) und ein Dativ (wem?) nebeneinander stehen.
Verben mit Dativ
Eine Gruppe von Verben steht im Lateinischen mit Dativ, obwohl das Deutsche einen Akkusativ erwartet, und umgekehrt. Dazu gehören persuādēre (überreden), parēre (gehorchen), servīre (dienen), nocēre (schaden), favēre (begünstigen) und crēdere (glauben). Sie lernt man als Liste, weil keine Regel sie zusammenhält.
Achtung
Der Dativ Plural ist in der a- und o-Deklination mit dem Ablativ Plural gleich (-īs). Welcher von beiden gemeint ist, entscheidet der Satz: Steht eine Präposition davor — cum, in, ex —, ist es der Ablativ.
Beispiele
- Pater fīliō librum dat.Der Vater gibt dem Sohn ein Buch.
- Servus dominō pāret.Der Sklave gehorcht dem Herrn.
- Amīcus mihi placet.Der Freund gefällt mir.
- Magister discipulīs respondet.Der Lehrer antwortet den Schülern.
Kleine Übung
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